Aber wenn der Biss nicht stimmt (falsches Zusammenbeißen), ist dies unter Umständen aber gefährlich für den gesamten Organismus. Den richtigen Biss zu bewahren ist deshalb unser oberstes Ziel!

Denn viele Menschen leiden unter chronischen Schmerzen wie etwa Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenleiden oder Tinnitus (Ohrgeräusche). Auch die trigeminusneuralgie-ähnlichen Beschwerden oder auch Gesichtsschmerzen sind da nicht selten!

Meist erfolgt aber nur aus Unwissenheit der behandelnden Ärzte, eine Behandlung allein der Symptome (Krankengymnastik, Einrenken, Spritzen …)! Schmerzmittel bringen hier oftmals leider nur kurzfristig eine Erleichterung! Manche Patienten erleben hierbei eine wahre Odyssee von Arzt zu Arzt, um die Ursache ihrer diffusen Schmerzen herauszufinden!

Wir wissen, dass hier die Ursachen vieler Schmerzsymptome oft eine Störung des Zusammenspiels von Ober- und Unterkiefer ist! Denn das Kauorgan ist ein hochsensibles System. Die Zähne haben ein sehr präzises Tastempfinden von nur wenigen hundertstel Millimetern! Dieses System unterliegt ein Leben lang zahlreichen unterschiedlichen Einflüssen!

Wird das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer gestört, kommt es oftmals zu Verspannungen der Kiefermuskulatur, die in enger Verbindung zur Muskulatur der Hals- und Lendenwirbelsäule und des Beckens steht. Verspannungen in der Kaumuskulatur können sich daher schnell bis in die Hals- und Lendenwirbelsäule und ins Becken fortsetzen und zu Haltungsschäden und chronischen Schmerzen führen!

Diese Erkrankung wird als „Cranio-mandibuläre Dysfunktion“ bezeichnet (CMD; Cranium = Schädel/Mandibula = Unterkiefer).

Die Ursache für eine Störung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur können u.a. Zahnfehlstellungen, Zahnfüllungen und Zahnlücken, schlecht sitzender Zahnersatz oder traumatische Einflüsse auf die Wirbelsäule sein. Die auffälligsten Symptome sind oftmals Muskelschmerzen, Kiefergelenkbeschwerden und Kiefergelenkknacken, Schleifspuren an den Zähnen, zerstörte Zahnhälse bis hin zu Schädigungen des Zahnhalteapparates.

Die zahnärztliche Untersuchung besteht aus einer Analyse der Muskulatur, der Bisssituation sowie einer Vermessung der Kiefergelenke. Die Biss-Situation wird zur Bestimmung der korrekten Bisslage in einen Bewegungssimulator übertragen. Mit diesen Untersuchungen können wir für Sie eine aussagekräftige Diagnose stellen! Die erste Therapie erfolgt meist durch Schienen aus Kunststoff mit unterschiedlichem Einbissrelief. Mit dieser Schienen wird, im Idealfall, das optimale Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer wieder möglich!

Nach einer etwa ein- bis mehrmonatigen Tragezeit wird von uns dann entschieden, ob und wie weit die Bissanomalie durch prothetische oder kieferorthopädische Maßnahmen behoben werden kann!

Haben Sie noch Fragen? Wir beraten Sie gerne!